Der Schnellkochtopf ist wie vieles in der Küche Gegenstand erhitzter Debatten. Während seine Anhänger die Vorzüge preisen, halten ihn seine Gegner schlicht für überflüssig oder gar gefährlich. Die dritte Gruppe wollte einmal unbedingt einen Schnellkochtopf haben, bevor er dann das gleiche Schicksal erleiden musste wie der Sandwichtoaster – er verstaubt im Keller.
Dabei weiß das Prinzip des Schnellkochtopfs durchaus zu überzeugen. Durch das feste Verschließen bildet sich ein Überdruck, wodurch das Wasser höhere Temperaturen erreicht, nämlich ca. 120 Grad. Da kein Dampf entweicht, geht das Kochen mit dem Schnellkochtopf nicht nur schneller, es ist auch günstiger und umweltschonender, weil energieeffizienter. Außerdem lässt sich insbesondere Gemüse im Schnellkochtopf schonender garen, wodurch Vitamine, Nährstoffe und Farbe in höherem Maße erhalten bleiben.
Warum hat denn dann nicht jeder einen? Das hat durchaus verschiedene Gründe. Gegen den Schnellkochtopf spricht zunächst der hohe Anschaffungspreis. Bis der sich durch die Energieeinsparung amortisiert hat, können – je nach Nutzungsintensität und Herdart – durchaus einige Jahre ins Land gehen.
Zudem bedeutet das Garen mit dem Schnellkochtopf eine gewisse Umstellung. Der Koch muss erst ein Gefühl für den richtigen Garzeitpunkt entwickeln. Wer jahrelang seine Kartoffeln auf den Punkt kochen konnte, hat womöglich wenig Lust, sich umzustellen und das Kochen ein Stück weit neu zu erlernen.
Außerdem schreckt das Prinzip des Überdrucks einige Menschen ab. Auch wenn bei fachgerechter Handhabung keine Gefahren bestehen, beschleicht viele ein mulmiges Gefühl. Auch das ist ein nachvollziehbarer Grund, auf den Schnellkochtopf zu verzichten.
Schließlich ist ein Schnellkochtopf auch noch sperrig, also schwer zu verstauen, hat ein hohes Gewicht und ist anspruchsvoll zu reinigen. Dies betrifft insbesondere die Ventile, die überdies regelmäßig ausgetauscht werden müssen.
Wen die genannten Vorbehalte nicht schrecken, der sollte bedenkenlos zu einem Schnellkochtopf greifen. Das Prinzip hat sich bewährt und seine Nutzer können von Zeit- und Geldersparnis sowie einem gesünderen Essen profitieren.
