Sowohl-als-auch statt Entweder-oder!

Es ist für ambitionierte Hobbyköche die Gretchenfrage: Wie hältst du’s mit dem Herd? Gas- und Induktionsherd spielen dabei die entscheidende Rolle. Beide Energiesysteme haben zahlreiche Anhänger – und beide haben Vor- und Nachteile. Weshalb nicht den Streit versöhnen und Gas und Induktion in einem Gerät zusammenführen?

Die Vorteile einer solchen Kombination liegen auf der Hand. Es werden nämlich die Nachteile beider Arten ausgeglichen, während sich die Vorteile addieren.

Die negativen Seiten der innovativen Induktionstechnik sind hinlänglich bekannt. Die Geräte sind teuer in der Anschaffung und nur bestimmte Töpfe und Pfannen eignen sich für die Nutzung. Außerdem ist die viel gelobte Effizienz dem Gasherd unterlegen: In der Ökobilanz schneidet die Induktionstechnik gegenüber dem Gas weniger gut ab.

Gasherde haben diese Nachteile nicht. Das gravierendste Problem ist demgegenüber wohl, dass der Ofen nur mit Unterhitze betrieben werden kann. Das ist bei Gerichten, die besser mit Ober- und Unterhitze oder Umluft gelingen, ein echter Nachteil. Ein traditionelles Problem ist außerdem die anspruchsvolle Reinigung der Kochstelle. Zudem strahlt ein Gasherd einen großen Teil Wärme in die Umgebung ab, der Wirkungsgrad liegt nur bei ca. 30 bis 40 Prozent.

Kombiniert man beide Systeme in einem Gerät, heben sich die Nachteile auf. Auch für Induktion ungeeignete Töpfe und Pfannen können weiter genutzt werden. Der Herd kann elektrisch betrieben werden. Eine stufenlose Regulierung der Hitzezufuhr bieten beide Technologien und sind gleichermaßen Grund für die große Beliebtheit.

Mit einer Kombination steht dem Kochvergnügen also nichts mehr im Wege. Traditionalisten können sich weiter an der offenen Flamme erfreuen und profitieren gleichzeitig von den Vorteilen der Induktionstechnik. Und ganz nebenbei hat man auch noch einen Glaubenskrieg befriedet.

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